Schulprogramm

 

 

 

 

 

 

 

 

Schulprogramm Inhalt

 

I. Rahmenbedingungen

Die Rothenburg-Schule befindet sich im verkehrsberuhigten Bereich direkt am Fuße des Fichtenbergs (Parkanlage) am Botanischen Garten. Sie ist gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen.
Das Hauptgebäude sowie den Schulhof teilen wir mit der Fichtenberg-Oberschule.

Ein in den sechziger Jahren erbauter mobiler Klassentrakt beherbergt 5 Klassen und die Schulbetreuung VHG  täglich bis 13.30 Uhr.
Die nachmittägliche Schulbetreuung und die Mensa befinden sich im Nachbargebäude Rothenburgstr. 16/17. Dieses wird bis zum Jahre 2012 umgebaut und dann die gesamte Rothenburg-Grundschule beherbergen. Die im Altbau befindliche Turnhalle wird zurzeit saniert und befindet sich im Altbau/Hauptgebäude.

Des Weiteren verfügt die Schule über folgende Ausstattungsmerkmale:

  • Musikraum mit vielen Instrumenten (Orffsche Instrumente)
  • Neu gestalteter Technisch-naturwissenschaftlicher Unterrichtsraum
  • PC-Kabinett mit 12 PC
  • PC in jedem Klassenraum (im Altbau auch mit Internetzugang)
  • Große Aula  (gemeinsam mit der Fichtenberg-Oberschule)
  • Neu gestaltete Räume zur Schülerbetreuung
  • 2 Sportplätze
  • Spielplatz mit Holzklettergerüst
  • Kletterspinne

Die Rothenburg-Schule im Schuljahr 2009/10

320 Schülerinnen und Schüler befinden sich in 14 Klassen. Der Migrantenanteil beträgt ca. 13%. 34 Lehrerinnen, Religions- und LebenskundelehrerInnen und 1 Schulhelferin unterrichten und betreuen die SchülerInnen. In den vormittäglichen Unterrichtsstunden unterstützen die Erzieherinnen die Arbeit in den Klassen. Mitunter stehen außerunterrichtliche Hilfen für unterstützende Begleitung zur Verfügung.

Etwa 35 Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf lernen gemeinsam mit anderen Kindern.

Im Hort arbeiten 11 Erzieherinnen.

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II. Leitbild/Ziele

  • Jedes Kind wird bei seiner individuellen Lernentwicklung begleitet, unterstützt und gefördert.
  • Anforderungen und Lernangebote sind so gestellt, dass die Schülerinnen selbständig, eigenverantwortlich und in unterschiedlichen Kooperationsformen lernen können.
  • Alle Mitglieder der Schulgemeinschaft gehen respektvoll miteinander um und lernen voneinander und miteinander.
  • Die Schülerinnen treffen eigenverantwortliche Entscheidungen in Bezug auf Lernwege, Lernmaterialien, qualitative und quantitative Differenzierung.

Lehrerinnen und Schüler/innen begreifen sich als Teil einer Gemeinschaft, in der sich alle sicher fühlen, d.h.:

  • Fehler sind erlaubt und werden als notwendig erachtet.
  • Wir schaffen Raum und Zeit für Kreativität und Selbsttätigkeit.
  • Wir achten auf die Balance von Geben und Nehmen.

Im Schuljahr 2008/09 arbeiteten Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 2-6 im Rahmen einer Zukunftswerkstatt (Kinder- und Jugendbüro Steglitz-Zehlendorf) an den Leitzielen.

In dieser Zukunftswerkstatt entwickelten Schüler/innen die folgenden Leitziele:

  • Wir finden es wichtig, dass sich alle bemühen, sich miteinander gut zu verstehen.
  • Wir finden es wichtig, dass der Unterricht Spaß macht und wir gut lernen können.
  • Wir finden es wichtig, dass die Toiletten sauber sind.

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III. Arbeitsschwerpunkte

a) Integration von Schüler/innen mit sonderpädagogischem Förderbedarf

In allen Klassen werden Schüler/innen mit sonderpädagogischem Förderbedarf unterrichtet.

Die Förderschwerpunkte sind:

  • Lernen
  • Geistige Entwicklung
  • Sprache
  • Emotional-soziale Entwicklung
  • Körperlich-motorische Entwicklung
  • Sehen

Vom Kollegium getragene Grundsätze für den gemeinsamen Unterricht:

  • Die Schüler/innen mit sonderpädagogischem Förderbedarf nehmen am Klassenunterricht teil; äußere Differenzierung erfolgt bei Bedarf zeitlich begrenzt nach Absprache im Team.
  • Die Schüler/innen mit dem Förderbedarf „geistige Entwicklung“ nehmen an einer klassenübergreifenden Lerngruppe teil, deren Schwerpunkte sprachliche Entwicklung, basale Förderung und lebenspraktischer Unterricht sind.
  • Individuelle Förderpläne für die Schüler/innen mit sonderpädagogischem Förderbedarf werden halbjährlich vom Team fortgeschrieben.
  • Alle Lehrerinnen im Team sind gemeinsam für die sonderpädagogische Förderung verantwortlich. Aufgabenbereiche werden im Team verteilt. Dazu gehört insbesondere die Bereitstellung von Differenzierungsmaterial für die einzelnen Lernbereiche und anderen speziellen Fördermaterialien.
  • Für Beratung stehen die Sonderpädagoginnen und die Fachkonferenz „FiF“ (Fachkonferenz für individuelle Förderung) zur Verfügung.
  • Die Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf arbeiten wenn möglich ihren individuellen Förderzielen entsprechend an den gemeinsamen Unterrichtsthemen mit.
  • Die Leistungsbeurteilung orientiert sich an der individuellen Lernentwicklung.
  • In den Teambesprechungen findet ein regelmäßiger Austausch über die Entwicklung der Schülerinnen statt.
  • Es finden Elterngespräche mit jeweils zwei Kolleginnen auf der Grundlage der Förderpläne statt.

Die Fachkonferenz „FiF“ arbeitet gleichrangig neben den anderen Fachkonferenzen. Arbeitsschwerpunkte der Fachkonferenz sind:

  • Erfahrungsaustausch untereinander und Kontakt zu anderen Schulen
  • Fallbesprechungen und Beratung von Klassenteams
  • Diskussion grundsätzlicher integrationspädagogischer Fragestellungen, z.B. Teambildung, Förderpläne, Elternarbeit, Fortbildungsbedarf
  • Auswahl und Bestellung von Differenzierungsmaterial und speziellen Fördermaterialien, z.B. Psychomotorik; Mitglied im Finanzausschuss
  • Die Fachkonferenz berichtet in Gesamtkonferenzen von ihrer Arbeit und bereitet Gesamtkonferenzen zu ausgewählten Fragestellungen vor.

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b) Jahrgangsübergreifendes Lernen

Von 14 Klassen der Schule werden zurzeit 12 Gruppen altersgemischt unterrichtet:
6 Gruppen der Klassen 1/2/3 und 3 Gruppen der Klassen 4/5/6.
Drei weitere Gruppen 4/5 befinden sich im Aufbau zu 4/5/6.
Der Englischunterricht findet  generell in altershomogenen Klassen statt.

Was verspricht das Lernen in einer jahrgangsübergreifenden Lerngruppe?

  • Schulanfänger lernen von Anfang an in einer erfahrenen Gruppe die Regeln des Zusammenlebens.
  • Die jüngeren Kinder werden durch den fortgeschrittenen Entwicklungsstand der älteren Mitschüler angeregt.
  • Die Älteren erhalten Gelegenheit Gelerntes zu wiederholen, weiterzugeben und zu vertiefen.
  • Leistungsstarke Schüler können sich mit den Lernangeboten höherer Klassen auseinandersetzen.
  • Kinder, die in ihrer gesamten Entwicklung ihrer Altersgruppe voraus sind, können im Einzelfall die sechsjährige Grundschule schneller durchlaufen, ohne ihre Lerngruppe wechseln zu
    müssen.

c) Förderung sozial-emotionaler Kompetenz

Ein Schwerpunkt unserer Arbeit ist die Förderung sozial-emotionaler Kompetenz. Es geht uns darum, Kinder individuell zu fördern, d.h. ihre Stärken und Schwächen zu erkennen und als Grundlage für unsere Arbeit zu akzeptieren. Es ist uns wichtig, dass die Kinder ihr Selbstbewusstsein stärken, Selbstverantwortung übernehmen, Toleranz lernen und ihre Fähigkeiten in die Gruppe einbringen. Dieses Prinzip wird nicht nur bei der Freiarbeit und in Unterrichts- und Kreisgesprächen verfolgt. Das Lehrerteam sieht sich dabei im Sinne Montessoris als Unterstützer bei der sozial-emotionalen Entwicklung der Schüler. Kolleginnen mit ETEP-Erfahrungen (Entwicklungs-Therapie/ Entwicklungs-Pädagogik) geben zusätzliche Informationen oder Hilfen.

Im Schuljahr 2008/2009 nahm das gesamte Kollegium an der ganzjährig begleitenden  Fortbildung „Soziales Lernen im Klassenzimmer durch entwicklungspädagogische Arbeit mit Klassenzielen“ teil. (Konzept siehe Anhang)

In der Schulanfangsphase werden Kinder in temporären Lerngruppen (Soziales Lernen, Sprache, Feinmotorik und Wahrnehmung) besonders gefördert.

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d) Theaterprojektwochen

Seit dem Schuljahr 2004/2005 finden an der Schule regelmäßig Theater-Projektwochen statt, wodurch sich das Theaterspielen mehr und mehr zu einem Schwerpunkt der Schule entwickelt hat.

Die theaterpädagogischen Methoden unterstützen die sozial-emotionale Entwicklung der Kinder und die Kommunikationsfähigkeiten sowohl im verbalen als auch im nonverbalen Bereich.

Das Thema der Projektwoche einer Klasse entsteht im Gespräch zwischen der Theaterpädagogin und der Klassenlehrerin und bezieht sich auf die aktuelle Situation in der Klasse.

Am Ende einer jeden Projektwoche hat sich die Klasse als Gruppe neu gefunden und führt ihr Theaterstück auf der Bühne auf.
Das Erlebnis, auf der Bühne zu stehen, stärkt das Selbstbewusstsein jedes einzelnen wie auch das Gruppengefühl der Klasse.

Die positiven Erfahrungen des Theaterspielens werden von den Lehrern und Lehrerinnen  zunehmend auch außerhalb der Projektwoche berücksichtigt und es werden weitere  Aktivitäten entwickelt wie zum Beispiel:

  • Schreiben von Drehbüchern
  • Entwickeln von Spielszenen zu literarischen Vorlagen
  • Gestaltung von Spielszenen im Englischunterricht
  • Englisches Theater im Rahmen des Schwerpunktunterrichts

Seit dem Schuljahr 2010/2011 besteht eine Kooperation mit den
Grips-Theater im Rahmen von „Theater und Schule“ (TUSCH).
Eine 123-Klasse erarbeitete in diesem Schuljahr in Zusammenarbeit mit Theaterpädagogen des Grips- Theaters ein Theaterstück, dass beim TUSCH- Festival im März im Theater “Podewil” aufgeführt wurde. Im folgenden Schuljahr ist gplant, dass die entsprechende 456- Partnerklasse ein Stück erarbeitet und im dritten Kooperationsjahr beide Klassen gemeinsam Theater spielen.
Ergänzt witrd diese Koooperation durch kostenlose Theaterbesuche im Grips- Theater andere Klassen unserer Schule, durch Autoren-Lesungen, Theaterführungen hinter die Kulissen,...

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e) Lernentwicklung und Beurteilung von Schülerleistungen

Da jedes einzelne Kind auf einer unterschiedlichen Entwicklungsstufe steht, sehen wir es als unsere Aufgabe an, es dort abzuholen und ihm zu helfen, seinen Fähigkeiten entsprechend zu lernen. Diese Fortschritte sind Grundlage für die Leistungsbeurteilung (s. auch Rahmenlehrplan für die Berliner Grundschule). Dabei achten wir auf die Entwicklung folgender Kompetenzen:

  • Fachkompetenz (Erweiterung der fachlichen Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten einschließlich fachmethodischer Kompetenzen)
  • Personale Kompetenz (Entwicklung von Ich-Stärke, Selbstständigkeit und Reflexionsfähigkeit)
  • Kommunikative Kompetenz (Förderung und Entwicklung sprachlicher Ausdrucks- und Verständigungsfähigkeit in unterschiedlichen sozialen Kontexten)
  • Soziale Kompetenz (Entwicklung eines verantwortungsbewussten und kooperativen Miteinander)

Die Leistungsbewertung in den Klassen 1 - 4 erfolgt am Schuljahresende in Form schriftlicher Lernentwicklungsberichte, in denen der individuelle Lern- und Entwicklungsstand des Kindes beschrieben wird. In den Klassen 3 und 4 finden dann zusätzlich im Schulhalbjahr ausführliche Zeugnisgespräche zwischen Schülern, Eltern und Lehrern statt.
Die Schülerinnen der Klassen 5 und 6 erhalten Ziffernzeugnisse. Das Arbeits- und Sozialverhalten wird weiterhin im Fließtext verbal beurteilt.

Die Kinder an unserer Schule lernen sehr erfolgreich. In den Jahren 2006 bis 2009 erhielten durchschnittlich 60 % der 6.Klässler eine Empfehlung für das Gymnasium.

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f) Kooperation mit anderen Schulen

Hospitationen

Seit vielen Jahren bietet die Rothenburg-Grundschule Hospitationen an, um interessierten Kolleginnen und Kollegen anderer Schulen Einblicke in die Arbeit mit altersgemischten Lerngruppen zu vermitteln.

Kooperation mit der Johann-August-Zeune-Schule für Blinde

Die Kooperation beider Schulen begann im Schuljahr 07/08 zwischen zwei Klassen der Rothenburg GS und zwei Klassen der Zeune-Schule, die in verschiedenen Bereichen gemeinsamen Unterricht und einzelne Projekte durchführten. Der gemeinsame Unterricht fand in den Bereichen Sport, Musik und Religion statt, Projekte in den Bereichen Sachunterricht, Bildende Kunst und Reittherapie. Thementage waren: Schlittschuhlaufen, Alltagserleben von sehbehinderten Kindern.
Außerdem wurden die Arbeitsgemeinschaften beider Schulen für alle Kinder geöffnet, was vor allem beim Chor und afrikanischen Trommeln großes Interesse fand. Auch in der Ganztagsbetreuung am Nachmittag haben sich einzelne Gruppen für gemeinsame Angebote zusammen gefunden.
Beide Schulen laden sich gegenseitig zu besonderen Veranstaltungen ein: Schulfest, Theateraufführungen, St. Martinsfeier, Laub- Sammel- Aktion, Aufführung des Musicals „Emil und die Detektive“ der Chor AG,....
Für die Kinder der Rothenburg GS bedeutet diese Kooperation, Berührungsängste mit blinden Menschen zu verlieren und zu einem selbstverständlichen, partnerschaftlichen Umgang miteinander finden. Die blinden Kinder sind mit einer Situation jenseits ihres sonstigen Schutzraumes in kleinen Gruppen mit großem Personalschlüssel konfrontiert. Sie müssen sich auf viele Kinder, hohen Geräuschpegel und erhöhtes Bewegungs- und Aktionstempo einstellen („nur wenn viele Kinder laufen entsteht Wind“).

Seit dem Schuljahr 2010/2011 bietet die Johann- A. Zeune Schule temporäre Lerngruppen aus den verschiedensten Bereichen an, die mit Kindern von beiden Schulen belegt werden.

Kooperation mit der Fichtenberg-Oberschule

Die Kooperation mit dem Fichtenberg-Oberschule ist in den vergangenen Schuljahren ausgebaut worden und soll verstärkt entwickelt werden:

  1. Abbau von Hürden beim Übergang von der Grundschule zur Oberschule
    • Hospitationen der 6. Klässler im Unterricht der 7. Klässler
    • Präsentation der 7. Klässler „Was ist Oberschule?“
    • Gemeinsame Fachkonferenzen in den Kernfächern
  2. Durchführung gemeinsamer Projekte
    • „Schulen übernehmen Verantwortung“ – Eine Bildungsinitiative der Stiftung Brandenburger Tor
    • Computer AG für Mädchen
    • Theater-Projekt und Theater AG für die 6.-8. Klasse
    • Tanz AG von Oberschülern für Grundschüler
    • Naturwissenschaftliche Projekte
    • Gemeinsamer Energiespartag
    • Gemeinsame kulturelle Veranstaltungen (Schulfest, Sommerfest, Theatervorstellung …)
  3. Übernahme von Patenschaften
    • Streitschlichter- Ausbildung und Einsatz
    • Lernzirkel
  4. Umgestaltung des gemeinsamen Schulhofes
    • Ein Studientag zur Umgestaltung des Schulhofes hat bereits stattgefunden. Im Juni 2009 wurden der kleine Hof und das Terrain um die Kletterspinne neu gestaltet.

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IV. Ganztagsbetreuung

Seit August 2009 ist das Nachbarschaftsheim Schöneberg e.V. neuer Träger der Ganztagbetreuung der Rothenburg-GS.
Derzeit werden 125 Kinder in den Klassenstufen 1-5 betreut. Hinzu kommen die Kinder, die die Verlässliche Halbtagsschule nutzen und die ebenfalls von uns betreut werden.
Unser Team besteht zur Zeit aus 9 Pädagogen und einer Leitung mit unterschiedlichen Wochenarbeitszeiten.
Wir arbeiten "offen" in verschiedenen Themenräumen, bieten regelmäßige Arbeitsgemeinschaften an, die sich an den Bedürfnissen der Kinder orientieren, z.B. Fußball, Kreatives, Hip-Hop Tanz  etc. und nutzen unser attraktives Außengelände bei jedem Wetter.
Viele Kinder nutzen zudem das Angebot der Leo-Kerstenberg-Musikschule, die in den Räumen der Rothenburgschule unterrichtet.
Jede JÜL-Klasse hat einen festen Bezugserzieher/in, der mit einem bestimmten Stundenkontingent am Vormittag in der Klasse mitarbeitet. So haben Kinder, Eltern und Lehrer immer einen festen Ansprechpartner.
Ein wichtiger Bestanteil unserer Arbeit ist die Ferienbetreuung.
Jeder freut sich darauf und so wird mit den Kindern gemeinsam herausgefunden, was besonders viel Spaß macht. Wir bieten Ausflüge, Theater, Indoor-Klettern, Eislaufen, Holzarbeiten, Tanz und einfach Entspannen beim Nichtstun.
In Kooperation mit anderen Ganztagsbetreuungen, deren Träger das NBH Schöneberg e.V. ist, besteht eine enge Zusammenarbeit, zum Beispiel gibt es während der Sommerschließungszeit immer die Möglichkeit einer zentralen Notbetreuung.
Es finden regelmäßige Elternabende statt. Gemeinsame Feste mit den Eltern und  ein kurzfrister Austausch,die so genannten „Zwischen-Tür- und- Angelgespräche“ sind uns wichtig.

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V. Zusammenarbeit im Kollegium

Teamarbeit ist eine grundlegende Arbeits- und Kooperationsform an der Rothenburg-Grundschule. Es existieren folgende Organisationsformen:

  • Großteam der Klassen1-3
  • Großteam der Klassen 4-6

Die Großteams besprechen allgemeine pädagogische und organisatorische Themen und treffen notwendige Vereinbarungen und Absprachen.

  • Fachteams ( Fachkonferenzen)

Die Fachkonferenzen besprechen fachspezifische pädagogische Themen sowie die Beschaffung  und den Einsatz von Medien und Unterrichtsmaterialien.

  • Klassenteams

Die Klassenteams besprechen geplante Vorhaben und Probleme der jeweiligen Klasse.

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VI. Kooperationspartner

Die Rothenburg-Schule kooperiert mit einer Vielzahl außerschulischer Einrichtungen. Dazu gehören:

  • Kinder- und Jugendbüro Steglitz-Zehlendorf
  • Sozialpädagogische Praxis Langer
  • Theaterpädagoginnen
  • Ingeborg-Drewitz-Bibliothek
  • Fichtenberg-Oberschule
  • Johann-Gottfried-Zeune-Schule
  • Motz&Co e.V.
  • Ärztekammer
  • Bürgernetzwerk Bildung
  • Berliner Leseratten
  • Jugendverkehrsschule
  • Strohalm e.V.
  • Polizei des Landes Berlin
  • Freie Universität Berlin

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VII. Fortbildung und Qualifikationen

Die Teilnahme an Fort- und Weiterbildungen, Konferenzen/Tagungen sowie an Hospitationen wird von der Schulleitung unterstützt und gefordert. Um Fortbildungserfahrungen möglichst vielen Kolleginnen zugänglich zu machen, wird auf Fachkonferenzen regelmäßig aus Fortbildungen berichtet. Fortbildungsmaterialien werden zugänglich gemacht. Neben der Teilnahme an externen Fortbildungen legen wir Wert auf schulinterne Fortbildungen. Dazu gehören:

  • Gesamtkonferenzen und Studientage, zu denen nach Absprache Referenten oder Moderatoren eingeladen werden
  • Gegenseitige Hospitationen und Beratungen
  •  Informieren und Beraten des Kollegiums oder Kollegiumsgruppen zu Fragen ihrer Arbeitsschwerpunkte (Beispiel: ETEP) durch Experten/innen

Einzelne bzw. mehrere Lehrer/nnen  verfügen über folgende weitere spezifische Qualifikationen:

  • Montessori-Ausbildung
  • Sonderpädagogische Ausbildung
  • Fortbildung in „Entwicklungspädagogischer Unterricht“
  • Mediatorenausbildung
  • Diagnose und Förderung bei Schülern  mit Lese-Rechtschreibschwäche LRS
  • Diagnose und Förderung bei Schülern mit Rechenschwäche

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VIII. Rituale, Feste und weitere besondere Aktivitäten

  • Schulfeste
  • Wandertage
  • Klassenreisen
  • Schulkonzert
  • Weihnachtsausstellung mit Vertseigerung
  • Adventsnachmittag
  • Schulweihnachtsfeier
  • Arbeitsgemeinschaften
  • Besuch außerschulischer Lernorte (Museen, Theater…)
  • Teilnahme am Neuköllner Theatertreffen
  • Theaterprojektwochen
  • Nutzung der bezirklichen Gartenarbeitsschule
  • Kennenlernwoche
  • Aktion „Zu Fuß zur Schule“
  • Tag der offenen Tür
  • Vorlesewettbewerb
  • Fasching
  • Projektwoche
  • Feierliche Verabschiedung der 6.Klässler

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IX. Elternmitarbeit

Die Eltern unterstützen die Arbeit der Schule auf vielfältige Weise.

  • Als Lesepaten im Deutsch- und Englischunterricht
  • Als Begleitpersonen bei Ausflügen
  • Als Organisatoren des Adventsnachmittags
  • Durch Mithilfe in der Cafeteria
  • Als Anbieter von Arbeitsgemeinschaften
  • Im Förderverein
  • In der Mitarbeit bei Planung und Durchführung von Schul- und Sportfesten
  • Bei der Renovierung von Klassenräumen
  • In regelmäßigen Gesprächsrunden mit der Schulleitung

Die Eltern der Schule betreiben eine eigene Homepage.

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X. Entwicklungsvorhaben

a) Aufbau der jahrgangsübergreifenden  Klassen 456 d/e/f

Zurzeit werden in den Klassenstufen 1-3 alle Kinder  jahrgangsgemischt unterricht, in den Klassenstufen 4-6 jedoch nur die Klassen abc. Im Schuljahr 2009/2010 wird der weitere Aufbau für die Klassen 4-6 def  als zukünftige jahrgangsgemischte Klassen fortgesetzt, sodass  zukünftig  alle Kinder  der Rothenburg-Grundschule in jahrgangsgemischten Klassen unterrichtet werden.

b) Erstellung vor 3-Jahresplänen für die Fächer Deutsch, Mathematik, Sachunterricht

c)Weiterentwicklung der anregenden Lernumgebung

Die aktuellen Arbeitsschwerpunkte dazu sind:

  • Die Erstellung von Themenboxen für den Sachunterricht/ Deutsch/ Mathematik
  • Fortlaufende Aktualisierung der Grundausstattung- einheitlich für alle Klassen

d) Schulhofgestaltung in Zusammenarbeit mit der Fichtenberg-Oberschule

Zurzeit finden umfangreiche Sanierungsarbeiten am Schulgebäude statt. Nach deren Abschluss wird die weitere Umgestaltung des Schulhofes wieder aufgenommen.

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XI. Interne Untersuchungen zur Qualität in einzelnen Bereichen  

a) Schülerzufriedenheit

Im April 2006 wurden alle Schülerinnen und Schüler nach ihrer Zufriedenheit mit der Schule im Allgemeinen befragt.

Dazu wurde ein Fragebogen erstellt, der für die Klassenstufen 1/2 zehn Fragen enthielt, für die Klassenstufen 3/4 fünfzehn Fragen und für die Klassenstufe 5/6 zwanzig Fragen.

Die allgemeine Zufriedenheit der Schülerinnen und Schüler an unserer Schule ist erfreulich hoch. Besondere Zustimmung fanden bei allen Schülerinnen und Schülern die folgenden Aussagen:

  • An unserer Schule kann ich angstfrei lernen.
  • Ich kann meine Lehrerinnen fragen, wenn ich etwas nicht verstehe.
  • Ich habe Freundinnen in der Klasse.
  • Ich fühle mich in der Klasse wohl.
  • Wir helfen uns gegenseitig im Unterricht.

Weiterhin erfreulich: Die Schülerinnen und Schüler der 5/6 Klassen fühlen sich überwiegend gut vorbereitet auf die nächste Klassenstufe.

Weniger Zustimmung, besonders in den höheren Klassenstufen, gab es zur Aussage

  • An unserer Schule achten wir auf die Einhaltung von Regeln.

Konsequenz:

In der Schule wurden die „Goldenen Regeln“ erarbeitet.

b) Elternzufriedenheit

Im Sommer 2004 wurden alle Eltern gebeten anhand eines Fragebogens Rückmeldungen über ihre Zufriedenheit mit der Unterrichts- und Erziehungsarbeit an der Schule zu geben.

Die Beteiligung der Eltern an dieser Befragung war hoch; von 300 ausgegebenen Fragebögen wurden 200 ausgefüllt zurückgegeben.

Die Fragen bezogen sich auf folgende thematischen Komplexe:

  • allgemeine Zufriedenheit
  • Eltern-Lehrer-Kommunikation
  • Unterricht
  • Erziehung zu sozialem Verhalten
  • Leistungserwartungen
  • Hausaufgaben

Aus der Diskussion und Interpretation der ersten Evaluationsergebnisse in den schulischen Gremien resultierte die Entscheidung, Funktion und Ziele von Hausaufgaben neu zu diskutieren und verbindliche Leitgedanken dazu zu formulieren. Folgende Arbeitsergebnisse wurden von der Schulkonferenz verabschiedet. Auf Elternabenden wurde die konkrete Umsetzung in den Klassen besprochen.

Leitgedanken für die Hausaufgaben:

  • Hausaufgaben dienen der Vor- und Nachbereitung von Unterricht
  • Hausaufgaben fördern die Selbständigkeit und Selbstverantwortung
  • Die Anforderungen berücksichtigen die individuellen Fähigkeiten der Schülerinnen und Schüler
  • Mit der Rückmeldung durch Lehrkräfte wird die Hausarbeit der Schülerinnen und Schüler gewürdigt und das weitere Lernen unterstützt
  • Lehrerinnen und Erzieherinnen kümmern sich um die Umsetzung der Leitgedanken

Ziele:

  • Die Schülerinnen und Schüler festigen erworbene Fähigkeiten und Kenntnisse.
  • Die Schülerinnen und Schüler bereiten die Unterrichtsthemen (mit) vor.
  • Die Schülerinnen und Schüler arbeiten i.d.R. ohne häusliche Hilfe an den Hausaufgaben.
  • Die Schülerinnen und Schüler haben die Möglichkeit, bei den Hausaufgaben eigene Ideen einzubringen.

Maßnahmen:

  • Die Schülerinnen und Schüler arbeiten an individualisierten Hausaufgaben.
  • Die Schülerinnen und Schüler nutzen die Stadtbücherei, besorgen die Materialien und machen Internetrecherche.
  • Die Schülerinnen und Schüler besprechen ihre Probleme mit den Hausaufgaben in der Schule.
  • Die Schülerinnen und Schüler teilen sich ihre Zeit ein.
  • Die Schülerinnen und Schüler präsentieren ihre Ergebnisse.

c)Förderplanung für Schüler/innen mit sonderpädagogischem Förderbedarf

Ausgangslage:

Im Schuljahr 2002/03 hat das Kollegium Grundsätze für die Förderplanung beschlossen. Ein wesentlicher Grundsatz lautet: Förderpläne werden immer im Team erstellt.

Zur Evaluation der Förderplanung im Schuljahr 2005/06 wurde ein Fragebogen entwickelt, der demzufolge von den Klassenteams zu beantworten war. Von den damals bestehenden 15 Klassen gab es einen Rücklauf von 14 Fragebögen.

Ergebnisse der Befragung:

  • Wie werden die Förderpläne erstellt?

In allen Klassen werden die Förderpläne im Team erstellt, in der Regel unter Beteiligung der drei Lehrkräfte, die den größten Stundenanteil in der Klasse haben. Sofern weitere Kolleginnen in der Klasse arbeiten, werden diese in den meisten Fällen im Rahmen von Teamsitzungen informiert, aber auch durch Einsicht in die Schülerakte, Kopien und fachbezogene Gespräche.

Die Förderpläne werden von allen halbjährlich in der Teamberatung fortgeschrieben. Ausgangspunkt der Planung sind die Stärken der Kinder und die bis dahin erreichten Ziele.

  • Was enthalten die Förderpläne?

In allen Förderplänen steht die Festlegung der Ziele für die Schüler im Mittelpunkt. Ziele beziehen sich auf die Förderung basaler Fähigkeiten, auf die sozial-emotionale Entwicklung sowie auf fachbezogene Anforderungen. Die Gewichtung der verschiedenen Aspekte hängt von den Förderbedürfnissen der Kinder ab.

Darüber hinaus enthalten Förderpläne zum Teil methodische Hinweise und Angaben zu Arbeitsmaterialien sowie Sozialformen des Lernens.

Wie werden die Förderpläne genutzt?

Förderpläne
  voll etwas kaum nicht
zur Reflexion 69% 23% 8% 0%
zur Beratung mit Kolleginnen 23% 38% 15% 15%
zur Beratung mit Eltern 92% 8% 0% 0%
für Gespräche extern (z.B. Schulpsychologie, Förderzentrum, …) 23% 38% 8% 15%
für Berichte 54% 8% 8% 23%
für Zeugnisse 38% 31% 15% 8%

Konsequenzen:

Die Ergebnisse der Befragung wurden dem Kollegium in einer Gesamtkonferenz vorgestellt. Aus der Diskussion ergaben sich Anregungen für die Weiterentwicklung der Förderplanarbeit verbunden mit dem Auftrag diese in der FiF (Fachkonferenz für individuelle Förderung) weiter zu diskutieren und Vorschläge zu entwickeln.

Die Fachkonferenz wird der Gesamtkonferenz vorschlagen, zunächst die effektivere Nutzung der Förderpläne für die unterrichtliche Praxis in den Blick zu nehmen. Mögliche Maßnahmen zur Umsetzung werden von der Fachkonferenz erarbeitet.

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XII. Evaluation- Anregende Lernumgebung und sozial-emotionale Entwicklung der Schüler

Im Dezember  2008 wurden Leitfadeninterviews im Kollegium geführt unter der Fragestellung:

  • Welche Erfahrungen habt ihr mit der Einführung einer Grundausstattung in den einzelnen Unterrichtsfächern gemacht?
  • Welchen Einfluss haben die Theaterprojektwochen  sowie Integration auf die sozial- emotionale Entwicklung der Schüler?

Generell wird die Einführung einer Grundausstattung in den Klassenräumen gewinnbringend bewertet. Die bisher angeschafften Materialien werden viel und gern genutzt und wirken sich positiv auf die Lernentwicklung  der Schüler aus. Für die Lehrer und Lehrerinnen stellt sie eine Arbeitserleichterung dar.

Der bisherige Ausstattungsgrad  wird jedoch von allen als noch unzureichend bewertet, sodass von einer anregenden Lernumgebung längst noch nicht gesprochen werden kann.  Die Einrichtung der Grundausstattung ist nur ein erster Schritt auf diesem Wege. Anhand der Aussagen der Kollegen und Kolleginnen in den Leitfadeninterviews ist zu erkennen, dass die im Jahre 2005  erarbeitete Liste der Grundausstattung unbedingt erweitert werden muss, um einen besseren Zufriedenheitsgrad zu erreichen. Schwierig gestaltet sich dabei jedoch die Tatsache, dass bei Anschaffung neuer Materialien sowie bei räumlicher Gestaltung individuelle Vorlieben und Prioritäten einzelner Kollegen und Kolleginnen eine nicht zu unterschätzende Rolle spielen. Somit war im Jahre 2005 auch nur eine Einigung auf sehr wenige Unterrichtsmaterialien als Grundausstattung für alle Klassen möglich.

Auf Grund der positiven Erfahrungen sollte an der weiteren Verbesserung einer anregenden Lernumgebung gearbeitet werden. Dazu gehören:

  • Räumliche Strukturierung
  • Anschaffung weiterer Unterrichtsmaterialen

Die Einrichtung der Theaterprojektwochen für die Klassen ist von allen Befragten ohne Einschränkung als positiv und gewinnbringend eingeschätzt worden.

Auswirkungen auf das Sozialleben in der Klasse sind direkt zu beobachten, Das Miteinander der Kinder und insbesondere Integration hat sich in den Klassen verbessert. Konflikte werden offen angesprochen und verstärkt sachlich gelöst.

Theaterwochen sollen regelmäßig in sechsmonatigem Rhythmus stattfinden und somit ein fester Bestandteil der pädagogischen Arbeit an der Schule werden, um entsprechende Energie stets wieder in die Klassen zu tragen. Die soziale und emotionale Entwicklung jedes einzelnen Kindes sowie der Klasse als Gruppe wird vorangetrieben.

Die Integration betreffend ist die Meinung der Kollegen einhellig: Integration leistet einen wichtigen Beitrag zur sozial-emotionalen Entwicklung der Schüler und  soll deshalb auch weiterhin ein Schwerpunkt der pädagogischen Arbeit an unserer Schule sein. Jedoch soll in Zukunft bei Aufnahme von Kindern mit sozial-emotionalem Förderschwerpunkt stärker darauf geachtet werden, dass das Gleichgewicht innerhalb der Klassen erhalten und das Klassenklima stabil bleibt.

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