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Schulprogramm Inhalt
I. RahmenbedingungenDie Rothenburg-Schule befindet sich im verkehrsberuhigten Bereich direkt am Fuße des Fichtenbergs (Parkanlage) am Botanischen Garten. Sie ist gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen. Ein in den sechziger Jahren erbauter mobiler Klassentrakt beherbergt 5 Klassen und die Schulbetreuung VHG täglich bis 13.30 Uhr. Des Weiteren verfügt die Schule über folgende Ausstattungsmerkmale:
Die Rothenburg-Schule im Schuljahr 2009/10 320 Schülerinnen und Schüler befinden sich in 14 Klassen. Der Migrantenanteil beträgt ca. 13%. 34 Lehrerinnen, Religions- und LebenskundelehrerInnen und 1 Schulhelferin unterrichten und betreuen die SchülerInnen. In den vormittäglichen Unterrichtsstunden unterstützen die Erzieherinnen die Arbeit in den Klassen. Mitunter stehen außerunterrichtliche Hilfen für unterstützende Begleitung zur Verfügung. Etwa 35 Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf lernen gemeinsam mit anderen Kindern. Im Hort arbeiten 11 Erzieherinnen. II. Leitbild/Ziele
Lehrerinnen und Schüler/innen begreifen sich als Teil einer Gemeinschaft, in der sich alle sicher fühlen, d.h.:
Im Schuljahr 2008/09 arbeiteten Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 2-6 im Rahmen einer Zukunftswerkstatt (Kinder- und Jugendbüro Steglitz-Zehlendorf) an den Leitzielen. In dieser Zukunftswerkstatt entwickelten Schüler/innen die folgenden Leitziele:
III. Arbeitsschwerpunktea) Integration von Schüler/innen mit sonderpädagogischem Förderbedarf In allen Klassen werden Schüler/innen mit sonderpädagogischem Förderbedarf unterrichtet. Die Förderschwerpunkte sind:
Vom Kollegium getragene Grundsätze für den gemeinsamen Unterricht:
Die Fachkonferenz „FiF“ arbeitet gleichrangig neben den anderen Fachkonferenzen. Arbeitsschwerpunkte der Fachkonferenz sind:
b) Jahrgangsübergreifendes Lernen Von 14 Klassen der Schule werden zurzeit 12 Gruppen altersgemischt unterrichtet: Was verspricht das Lernen in einer jahrgangsübergreifenden Lerngruppe?
c) Förderung sozial-emotionaler Kompetenz Ein Schwerpunkt unserer Arbeit ist die Förderung sozial-emotionaler Kompetenz. Es geht uns darum, Kinder individuell zu fördern, d.h. ihre Stärken und Schwächen zu erkennen und als Grundlage für unsere Arbeit zu akzeptieren. Es ist uns wichtig, dass die Kinder ihr Selbstbewusstsein stärken, Selbstverantwortung übernehmen, Toleranz lernen und ihre Fähigkeiten in die Gruppe einbringen. Dieses Prinzip wird nicht nur bei der Freiarbeit und in Unterrichts- und Kreisgesprächen verfolgt. Das Lehrerteam sieht sich dabei im Sinne Montessoris als Unterstützer bei der sozial-emotionalen Entwicklung der Schüler. Kolleginnen mit ETEP-Erfahrungen (Entwicklungs-Therapie/ Entwicklungs-Pädagogik) geben zusätzliche Informationen oder Hilfen. Im Schuljahr 2008/2009 nahm das gesamte Kollegium an der ganzjährig begleitenden Fortbildung „Soziales Lernen im Klassenzimmer durch entwicklungspädagogische Arbeit mit Klassenzielen“ teil. (Konzept siehe Anhang) In der Schulanfangsphase werden Kinder in temporären Lerngruppen (Soziales Lernen, Sprache, Feinmotorik und Wahrnehmung) besonders gefördert. Seit dem Schuljahr 2004/2005 finden an der Schule regelmäßig Theater-Projektwochen statt, wodurch sich das Theaterspielen mehr und mehr zu einem Schwerpunkt der Schule entwickelt hat. Die theaterpädagogischen Methoden unterstützen die sozial-emotionale Entwicklung der Kinder und die Kommunikationsfähigkeiten sowohl im verbalen als auch im nonverbalen Bereich. Das Thema der Projektwoche einer Klasse entsteht im Gespräch zwischen der Theaterpädagogin und der Klassenlehrerin und bezieht sich auf die aktuelle Situation in der Klasse. Am Ende einer jeden Projektwoche hat sich die Klasse als Gruppe neu gefunden und führt ihr Theaterstück auf der Bühne auf. Die positiven Erfahrungen des Theaterspielens werden von den Lehrern und Lehrerinnen zunehmend auch außerhalb der Projektwoche berücksichtigt und es werden weitere Aktivitäten entwickelt wie zum Beispiel:
e) Lernentwicklung und Beurteilung von Schülerleistungen Da jedes einzelne Kind auf einer unterschiedlichen Entwicklungsstufe steht, sehen wir es als unsere Aufgabe an, es dort abzuholen und ihm zu helfen, seinen Fähigkeiten entsprechend zu lernen. Diese Fortschritte sind Grundlage für die Leistungsbeurteilung (s. auch Rahmenlehrplan für die Berliner Grundschule). Dabei achten wir auf die Entwicklung folgender Kompetenzen:
Die Leistungsbewertung in den Klassen 1 - 4 erfolgt am Schuljahresende in Form schriftlicher Lernentwicklungsberichte, in denen der individuelle Lern- und Entwicklungsstand des Kindes beschrieben wird. In den Klassen 3 und 4 finden dann zusätzlich im Schulhalbjahr ausführliche Zeugnisgespräche zwischen Schülern, Eltern und Lehrern statt. Die Kinder an unserer Schule lernen sehr erfolgreich. In den Jahren 2006 bis 2009 erhielten durchschnittlich 60 % der 6.Klässler eine Empfehlung für das Gymnasium. f) Kooperation mit anderen Schulen Hospitationen Seit vielen Jahren bietet die Rothenburg-Grundschule Hospitationen an, um interessierten Kolleginnen und Kollegen anderer Schulen Einblicke in die Arbeit mit altersgemischten Lerngruppen zu vermitteln. Kooperation mit der Johann-August-Zeune-Schule für Blinde Die Kooperation beider Schulen begann im Schuljahr 07/08 zwischen zwei Klassen der Rothenburg GS und zwei Klassen der Zeune-Schule, die in verschiedenen Bereichen gemeinsamen Unterricht und einzelne Projekte durchführten. Der gemeinsame Unterricht fand in den Bereichen Sport, Musik und Religion statt. Projekte fanden in den Bereichen Sachunterricht, Bildende Kunst und Reittherapie und als Thementage statt: Schlittschuhlaufen, Alltagserleben von sehbehinderten Kindern. Kooperation mit der Fichtenberg-Oberschule Die Kooperation mit dem Fichtenberg-Oberschule ist in den vergangenen Schuljahren ausgebaut worden und soll verstärkt entwickelt werden:
IV. GanztagsbetreuungSeit August 2009 ist das Nachbarschaftsheim Schöneberg e.V. neuer Träger der Ganztagbetreuung der Rothenburg-GS. V. Zusammenarbeit im KollegiumTeamarbeit ist eine grundlegende Arbeits- und Kooperationsform an der Rothenburg-Grundschule. Es existieren folgende Organisationsformen:
Die Großteams besprechen allgemeine pädagogische und organisatorische Themen und treffen notwendige Vereinbarungen und Absprachen.
Die Fachkonferenzen besprechen fachspezifische pädagogische Themen sowie die Beschaffung und den Einsatz von Medien und Unterrichtsmaterialien.
Die Klassenteams besprechen geplante Vorhaben und Probleme der jeweiligen Klasse. VI. KooperationspartnerDie Rothenburg-Schule kooperiert mit einer Vielzahl außerschulischer Einrichtungen. Dazu gehören:
VII. Fortbildung und QualifikationenDie Teilnahme an Fort- und Weiterbildungen, Konferenzen/Tagungen sowie an Hospitationen wird von der Schulleitung unterstützt und gefordert. Um Fortbildungserfahrungen möglichst vielen Kolleginnen zugänglich zu machen, wird auf Fachkonferenzen regelmäßig aus Fortbildungen berichtet. Fortbildungsmaterialien werden zugänglich gemacht. Neben der Teilnahme an externen Fortbildungen legen wir Wert auf schulinterne Fortbildungen. Dazu gehören:
Einzelne bzw. mehrere Lehrer/nnen verfügen über folgende weitere spezifische Qualifikationen:
VIII. Rituale, Feste und weitere besondere Aktivitäten
IX. ElternmitarbeitDie Eltern unterstützen die Arbeit der Schule auf vielfältige Weise.
Die Eltern der Schule betreiben eine eigene Homepage. X. Entwicklungsvorhabena) Aufbau der jahrgangsübergreifenden Klassen 456 d/e/f Zurzeit werden in den Klassenstufen 1-3 alle Kinder jahrgangsgemischt unterricht, in den Klassenstufen 4-6 jedoch nur die Klassen abc. Im Schuljahr 2009/2010 wird der weitere Aufbau für die Klassen 4-6 def als zukünftige jahrgangsgemischte Klassen fortgesetzt, sodass zukünftig alle Kinder der Rothenburg-Grundschule in jahrgangsgemischten Klassen unterrichtet werden. b) Erstellung vor 3-Jahresplänen für die Fächer Deutsch, Mathematik, Sachunterricht c)Weiterentwicklung der anregenden Lernumgebung Die aktuellen Arbeitsschwerpunkte dazu sind:
d) Schulhofgestaltung in Zusammenarbeit mit der Fichtenberg-Oberschule Zurzeit finden umfangreiche Sanierungsarbeiten am Schulgebäude statt. Nach deren Abschluss wird die weitere Umgestaltung des Schulhofes wieder aufgenommen. XI. Interne Untersuchungen zur Qualität in einzelnen BereichenIm April 2006 wurden alle Schülerinnen und Schüler nach ihrer Zufriedenheit mit der Schule im Allgemeinen befragt. Dazu wurde ein Fragebogen erstellt, der für die Klassenstufen 1/2 zehn Fragen enthielt, für die Klassenstufen 3/4 fünfzehn Fragen und für die Klassenstufe 5/6 zwanzig Fragen. Die allgemeine Zufriedenheit der Schülerinnen und Schüler an unserer Schule ist erfreulich hoch. Besondere Zustimmung fanden bei allen Schülerinnen und Schülern die folgenden Aussagen:
Weiterhin erfreulich: Die Schülerinnen und Schüler der 5/6 Klassen fühlen sich überwiegend gut vorbereitet auf die nächste Klassenstufe. Weniger Zustimmung, besonders in den höheren Klassenstufen, gab es zur Aussage
Konsequenz: In der Schule wurden die „Goldenen Regeln“ erarbeitet. Im Sommer 2004 wurden alle Eltern gebeten anhand eines Fragebogens Rückmeldungen über ihre Zufriedenheit mit der Unterrichts- und Erziehungsarbeit an der Schule zu geben. Die Beteiligung der Eltern an dieser Befragung war hoch; von 300 ausgegebenen Fragebögen wurden 200 ausgefüllt zurückgegeben. Die Fragen bezogen sich auf folgende thematischen Komplexe:
Aus der Diskussion und Interpretation der ersten Evaluationsergebnisse in den schulischen Gremien resultierte die Entscheidung, Funktion und Ziele von Hausaufgaben neu zu diskutieren und verbindliche Leitgedanken dazu zu formulieren. Folgende Arbeitsergebnisse wurden von der Schulkonferenz verabschiedet. Auf Elternabenden wurde die konkrete Umsetzung in den Klassen besprochen. Leitgedanken für die Hausaufgaben:
Ziele:
Maßnahmen:
c)Förderplanung für Schüler/innen mit sonderpädagogischem Förderbedarf Ausgangslage: Im Schuljahr 2002/03 hat das Kollegium Grundsätze für die Förderplanung beschlossen. Ein wesentlicher Grundsatz lautet: Förderpläne werden immer im Team erstellt. Zur Evaluation der Förderplanung im Schuljahr 2005/06 wurde ein Fragebogen entwickelt, der demzufolge von den Klassenteams zu beantworten war. Von den damals bestehenden 15 Klassen gab es einen Rücklauf von 14 Fragebögen. Ergebnisse der Befragung:
In allen Klassen werden die Förderpläne im Team erstellt, in der Regel unter Beteiligung der drei Lehrkräfte, die den größten Stundenanteil in der Klasse haben. Sofern weitere Kolleginnen in der Klasse arbeiten, werden diese in den meisten Fällen im Rahmen von Teamsitzungen informiert, aber auch durch Einsicht in die Schülerakte, Kopien und fachbezogene Gespräche. Die Förderpläne werden von allen halbjährlich in der Teamberatung fortgeschrieben. Ausgangspunkt der Planung sind die Stärken der Kinder und die bis dahin erreichten Ziele.
In allen Förderplänen steht die Festlegung der Ziele für die Schüler im Mittelpunkt. Ziele beziehen sich auf die Förderung basaler Fähigkeiten, auf die sozial-emotionale Entwicklung sowie auf fachbezogene Anforderungen. Die Gewichtung der verschiedenen Aspekte hängt von den Förderbedürfnissen der Kinder ab. Darüber hinaus enthalten Förderpläne zum Teil methodische Hinweise und Angaben zu Arbeitsmaterialien sowie Sozialformen des Lernens. Wie werden die Förderpläne genutzt?
Konsequenzen: Die Ergebnisse der Befragung wurden dem Kollegium in einer Gesamtkonferenz vorgestellt. Aus der Diskussion ergaben sich Anregungen für die Weiterentwicklung der Förderplanarbeit verbunden mit dem Auftrag diese in der FiF (Fachkonferenz für individuelle Förderung) weiter zu diskutieren und Vorschläge zu entwickeln. Die Fachkonferenz wird der Gesamtkonferenz vorschlagen, zunächst die effektivere Nutzung der Förderpläne für die unterrichtliche Praxis in den Blick zu nehmen. Mögliche Maßnahmen zur Umsetzung werden von der Fachkonferenz erarbeitet. XII. Evaluation- Anregende Lernumgebung und sozial-emotionale Entwicklung der SchülerIm Dezember 2008 wurden Leitfadeninterviews im Kollegium geführt unter der Fragestellung:
Generell wird die Einführung einer Grundausstattung in den Klassenräumen gewinnbringend bewertet. Die bisher angeschafften Materialien werden viel und gern genutzt und wirken sich positiv auf die Lernentwicklung der Schüler aus. Für die Lehrer und Lehrerinnen stellt sie eine Arbeitserleichterung dar. Der bisherige Ausstattungsgrad wird jedoch von allen als noch unzureichend bewertet, sodass von einer anregenden Lernumgebung längst noch nicht gesprochen werden kann. Die Einrichtung der Grundausstattung ist nur ein erster Schritt auf diesem Wege. Anhand der Aussagen der Kollegen und Kolleginnen in den Leitfadeninterviews ist zu erkennen, dass die im Jahre 2005 erarbeitete Liste der Grundausstattung unbedingt erweitert werden muss, um einen besseren Zufriedenheitsgrad zu erreichen. Schwierig gestaltet sich dabei jedoch die Tatsache, dass bei Anschaffung neuer Materialien sowie bei räumlicher Gestaltung individuelle Vorlieben und Prioritäten einzelner Kollegen und Kolleginnen eine nicht zu unterschätzende Rolle spielen. Somit war im Jahre 2005 auch nur eine Einigung auf sehr wenige Unterrichtsmaterialien als Grundausstattung für alle Klassen möglich. Auf Grund der positiven Erfahrungen sollte an der weiteren Verbesserung einer anregenden Lernumgebung gearbeitet werden. Dazu gehören:
Die Einrichtung der Theaterprojektwochen für die Klassen ist von allen Befragten ohne Einschränkung als positiv und gewinnbringend eingeschätzt worden. Auswirkungen auf das Sozialleben in der Klasse sind direkt zu beobachten, Das Miteinander der Kinder und insbesondere Integration hat sich in den Klassen verbessert. Konflikte werden offen angesprochen und verstärkt sachlich gelöst. Theaterwochen sollen regelmäßig in sechsmonatigem Rhythmus stattfinden und somit ein fester Bestandteil der pädagogischen Arbeit an der Schule werden, um entsprechende Energie stets wieder in die Klassen zu tragen. Die soziale und emotionale Entwicklung jedes einzelnen Kindes sowie der Klasse als Gruppe wird vorangetrieben. Die Integration betreffend ist die Meinung der Kollegen einhellig: Integration leistet einen wichtigen Beitrag zur sozial-emotionalen Entwicklung der Schüler und soll deshalb auch weiterhin ein Schwerpunkt der pädagogischen Arbeit an unserer Schule sein. Jedoch soll in Zukunft bei Aufnahme von Kindern mit sozial-emotionalem Förderschwerpunkt stärker darauf geachtet werden, dass das Gleichgewicht innerhalb der Klassen erhalten und das Klassenklima stabil bleibt.
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